Radio | DER RADIOTEST©
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RADIOTEST© Projektionszahlen

Radioforschung in Österreich

Die Radioforschung erfolgt seit Jänner 1993 durch den RADIOTEST, einer kontinuierlichen Telefonbefragung. Der RADIOTEST wurde vom durchführenden Meinungsforschungsinstitut GfK Austria (vormals Fessel-GfK) gemeinsam mit dem ORF als Spezialinstrument für die Radioforschung entwickelt und liefert Daten für Programm und Mediaplanung.

Seit 2001 wird der RADIOTEST vom ORF und dem Großteil der österreichischen Privatradios gemeinsam beauftragt. Mit allen den RADIOTEST betreffenden Fragen sind die mit Vertretern der Auftraggeber paritätisch besetzten Gremien betraut.

Vom Prinzip her ist der RADIOTEST eine Reichweitenstudie, in welcher die Radionutzung der österreichischen Bevölkerung ab 10 Jahren unter den derzeit für das Medium Radio am besten geeigneten Methoden und Bedingungen erhoben wird. Methodik und Untersuchungsdesign sind so angelegt, dass das Instrument sowohl für programmbezogene als auch für mediaplanungsrelevante Aufgabenstellungen einsetzbar ist. Derzeit werden im RADIOTEST insgesamt ca. 65 inländische und 7 ausländische Sender erhoben.

Pro Jahr werden kontinuierlich (von Jänner bis Dezember) 24.000 CATI-Interviews (Computer-Assisted-Telephone-Interviews), die gleichmäßig über die sieben Tage der Woche verteilt sind, durchgeführt. Darüber hinaus sind zusätzliche Interviews, sogenannte "Aufstockungen für lokale Verbreitungsgebiete" (die kleinste Einheit ist dabei ein politischer Bezirk), möglich.

Die Stichprobe ist repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 10 Jahren angelegt. Die Grundgesamtheit - die österreichische Bevölkerung ab 10 Jahren - entspricht mehr als 7 Millionen Personen, wobei die genaue Hochrechnungszahl dem jeweils aktuellen Mikrozensus der Statistik Österreich entnommen wird. Als Sampling-Verfahren kommt das Multistage-Stratified-Clustered-Address-Random Sampling zum Einsatz. Ausgehend von den statistischen Unterlagen der letzten Volkszählung und dem jeweils aktuellen Mikrozensus erfolgt die "mehrfache Schichtung" (Multistage-Stratified) nach Bundesland, politischem Bezirk und Ortsgröße.

Hauptbefragungsinhalte sind die Radionutzungsgewohnheiten gekoppelt mit den Tagesaktivitäten (am Arbeitsplatz, zu Hause, im Auto, etc.). Daneben werden auch Zielgruppenmerkmale und sonstige Bindeglieder für die Fusion mit den Daten der Österreichischen Mediaanalyse sowie Frequenzfragen für die Ermittlung der p-Werte erhoben. Ein RADIOTEST-Interview dauert im Durchschnitt rund 20 Minuten, die Ausschöpfungsquote liegt bei zumindest 80% und zwar sowohl österreichweit als auch pro Bundesland. Insgesamt basiert der RADIOTEST auf einer Adressen-Brutto-Stichprobe von rd. 30.000 Adressen.

Die Ausweisung der RADIOTEST-Ergebnisse erfolgt halbjährlich (Halbjahres- und Ganzjahresberichte). Aus den anhand des genauen Tagesablaufs gewonnenen Einzelergebnissen wird die
- Radionutzung "gestern" ("Tagesreichweite") und der
- Marktanteil für alle in- und ausländischen Programme errechnet.

Weiters liefert der RADIOTEST folgende Daten:
- Reichweiten der einzelnen Viertelstunden (aus dem Tagesablauf "gestern")
- Hördauer in Minuten (aus dem Tagesablauf)
- Sendernutzung (Sender schon einmal gehört)
- WHK / Weitester Hörerkreis ("in den letzten 7 Tagen irgendwann einmal gehört")
- Zielgruppenmerkmale (Soziodemographie)
- p-Werte für die Mediaplanung

Seit 1995 wird der RADIOTEST mit der österreichischen Mediaanalyse fusioniert, womit in Österreich eine einheitliche multimediale Leitwährung für Programm und Mediaplanung geschaffen wurde.

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