Fernsehen | FERNSEHNUTZUNG IN ÖSTERREICH
 
DATEN:

TV-Reichweiten: 1991-2013
TV-Nutzungszeit: 1991-2013
TV-Verweildauer: 1997-2013
TV-Nutzungszeit 2013 nach Altersgruppen
TV-Nutzung 2013 im Tagesverlauf nach Altersgruppen
TV-Nutzung 2013 im Tagesverlauf nach Wochentagen: Erwachsene | Kinder
TV-Nutzung 2013 im saisonalen Verlauf: Reichweiten | Sehdauer

TV-Konsum der Österreicher/innen erreichte 2013 abermals einen Spitzenwert

Mit einer durchschnittlichen TV-Nutzungszeit von 168 Minuten pro Tag verbrachten die Österreicher/innen (ab 12 Jahren) im vergangenen Jahr nahezu dieselbe Zeit vor den Fernsehgeräten wie schon im Jahr davor, in dem der TV-Konsum mit 169 Minuten einen Höchstwert erreichte. Die Verweildauer – die Nutzungszeit der an einem Tag jeweils fernsehenden Bevölkerung – betrug 2013 267 Minuten pro Tag – wiederum ein historischer Höchstwert. 2013 erreichte das Medium Fernsehen täglich 4,5 Mio. Österreicher/innen, das entspricht einer Tagesreichweite von 61,9 %.


TV-Sehdauer lag bei einem sehr hohen Wert von 168 Minuten pro Tag


Im vergangenen Jahr sahen die Österreicher/innen (ab 12 Jahren) pro Tag im Schnitt 168 Minuten fern, was lediglich 1 Minute unter der höchsten bisher gemessenen TV-Nutzungszeit von 169 Minuten im Vorjahr liegt. Betrachtet man die TV-Nutzung im Langzeitvergleich, wurde 2013 um 20 Minuten pro Tag länger ferngesehen als im Jahr 2000 bzw. um 41 Minuten länger als 1991 – dem Beginn der elektronischen Zuschauermessung.

Wie hoch der Stellenwert des Fernsehens im Alltag der Menschen ist, zeigt sich auch daran, dass in den letzten Jahren massiv in neue TV-Ausstattung investiert wurde. So stieg etwa der Anteil der österreichischen TV-Haushalte mit Flatscreen-Fernsehgeräten* in nur drei Jahren von 54 % (Ende 2010) auf 80 % (Ende 2013) an. TV-Geräte mit Full HD-Standard* nahmen im selben Zeitraum von 24 % auf 44 % zu. Dabei wirkt nicht nur die hohe Bildqualität durch Flatscreens und HD-TV als Treiber für den Fernsehkonsum, sondern auch der Umstand, dass die ausgetauschten Geräte häufig als Zweit- oder Drittfernseher in Nebenzimmern weiterverwendet werden.


Höchststand bei Verweildauer: TV-aktives Publikum sah im Schnitt 267 Minuten pro Tag fern

Im Vergleich zur durchschnittlichen TV-Nutzungszeit (die alle in TV-Haushalten lebenden Personen heranzieht, auch jene, die im fraglichen Zeitraum nicht ferngesehen haben) nahm die Verweildauer (die auf Basis der tatsächlich fernsehenden Personen berechnet wird) zu: So verbrachte die TV-aktive Bevölkerung 2013 durchschnittlich 267 Minuten pro Tag vor den Bildschirmen, damit konnte der Höchststand von 2012 (261 Minuten pro Tag) noch einmal deutlich übertroffen werden. Seit dem Jahr 2000 stieg die Verweildauer massiv an und zwar um 47 Minuten pro Tag, das entspricht einem Zuwachs von 22 %.


TV-Tagesreichweite: Täglich 4,5 Mio. Seher/innen


Im Jahr 2013 sahen pro Tag 4,46 Mio. Österreicher/innen zumindest kurz fern (mindestens eine Minute durchgehend), das entspricht 61,9 % der gesamten TV-Bevölkerung ab 12 Jahren (7,2 Mio.).

Ausmaß des TV-Konsums stark zielgruppenabhängig

Wie viel Zeit mit Fernsehen verbracht wird, hängt ganz prinzipiell mit der Lebenssituation von Menschen und damit auch mit Faktoren wie Alter, Geschlecht oder dem sozioökonomischen Status zusammen. So ist das Fernsehen etwa bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen seit jeher nur ein Teil einer breiten Palette von Freizeitaktivitäten, während es mit zunehmendem Alter immer mehr an Bedeutung gewinnt. Dementsprechend lag die TV-Nutzungszeit von Kindern (3 bis 11 Jahre) und Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen (12 bis 29 Jahre) mit 63 bzw. 88 Minuten pro Tag auch 2013 deutlich unter dem Schnitt der Gesamtbevölkerung ab 3 Jahren (158 Minuten pro Tag). In den weiteren Altersgruppen nimmt die TV-Sehdauer mit steigendem Alter kontinuierlich zu und erreichte 2013 bei Personen ab 60 Jahren schließlich über 4 Stunden pro Tag.
Ein wesentlicher Einflussfaktor für den TV-Konsum ist darüber hinaus das Geschlecht: So verbringen Frauen (aufgrund unterschiedlicher Lebensrealitäten bzw. einer höheren Lebenserwartung) weiterhin mehr Zeit mit Fernsehen als Männer - im Jahr 2013 lag die TV-Nutzungszeit von Frauen mit 181 Minuten pro Tag ca. eine halbe Stunde über jener von Männern (153 Minuten).


Fernsehnutzung im Tagesverlauf: höchste Sehbeteiligung gegen 21 Uhr

Betrachtet man den Verlauf der Fernsehnutzung an einem durchschnittlichen Tag, zeigt sich ein über die Jahre hinweg sehr stabiles Bild: So steigt die Sehbeteiligung ab den Morgenstunden eher flach, ab den frühen Abendstunden dann relativ steil an und erreicht im Hauptabend ihren Höhepunkt. Der Nutzungsgipfel wird dabei um 21 Uhr gemessen – 2013 sahen zwischen 20:55 und 21 Uhr mehr als 2,7 Mio. Österreicher/innen fern, das entspricht 38 % der TV-Bevölkerung ab 12 Jahren.


TV-Nutzung im Wochenverlauf: Sonntag stärkster Fernsehtag

Aufgeschlüsselt nach Wochentagen ist der Sonntag der insgesamt stärkste Fernsehtag: So sahen Erwachsene im Jahr 2013 mit durchschnittlich 201 Minuten an Sonntagen um über 40 Minuten länger fern als an Werktagen bzw. um ca. eine halbe Stunde länger als an Samstagen. Auch die TV-Tagesreichweite fällt an Sonntagen am höchsten aus (im Jahr 2013 mit 65,5 % bzw. 4,7 Mio. Seher/innen). An Montagen wird üblicherweise der zweithöchste Wert gemessen (2013: 63,0 %), danach nimmt die Tagesreichweite im Laufe der Woche ab und erreicht am Freitag und Samstag das niedrigste Niveau (60,0 % bzw. 60,1 %). Trotz der niedrigsten Tagesreichweite wird an Samstagen mit 175 Minuten die zweithöchste Nutzungszeit im Wochenverlauf gemessen. Grund dafür: Am Samstag verweilen die tatsächlich fernsehenden Menschen deutlich länger vor den Bildschirmen als an Werktagen.


Saisonale Entwicklung der TV-Nutzung: höchste Reichweite und Nutzungszeit in der kalten Jahreszeit


Die Fernseh-Nutzung variiert auch im saisonalen Verlauf. Während die TV-Tagesreichweite im Sommer üblicherweise am geringsten ist, fallen die Werte in der kalten Jahreszeit am höchsten aus. So wurde 2013 von Jänner bis Mai bzw. von Oktober bis Dezember mit Tagesreichweiten zwischen 60 % und 68 % die höchste Sehbeteiligung verzeichnet. Die niedrigsten Tagesreichweiten wurden dagegen im Juli und August gemessen – hier sahen pro Tag im Schnitt 55 % bzw. 56 % der TV-Bevölkerung fern.

Analog dazu gibt es auch bei der durchschnittlichen Sehdauer erhebliche saisonale Schwankungen. Während die Österreicher/innen im Juli 2013 mit 136 Minuten pro Tag am wenigsten Zeit vor den Bildschirmen verbrachten, wurde der höchste TV-Konsum im Februar mit 202 Minuten pro Tag erzielt.

*Quelle: TELETEST-Monitoring/IFES

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