Fernsehen | FERNSEHNUTZUNG IN ÖSTERREICH
 
DATEN:

TV-Reichweiten: 1991-2014
TV-Nutzungszeit: 1991-2014
TV-Verweildauer: 1997-2014
TV-Nutzung 2014 im Tagesverlauf nach Altersgruppen
TV-Nutzung 2014 im Tagesverlauf nach Wochentagen: Erwachsene | Kinder
TV-Nutzung 2014 im saisonalen Verlauf: Reichweiten | Sehdauer

TV-Konsum der Österreicherinnen und Österreicher erreichte 2014 Höchstwerte

Mit einer durchschnittlichen TV-Nutzungszeit von 172 Minuten pro Tag verbrachten die Österreicherinnen und Österreicher (ab 12 Jahren) im vergangenen Jahr noch mehr Zeit vor den Fernsehgeräten als schon im Jahr davor und übertraf damit den bisherigen Höchstwert von 2012 mit 169 Minuten. Die Verweildauer – die Nutzungszeit der an einem Tag jeweils fernsehenden Bevölkerung – betrug 2014 268 Minuten pro Tag – wiederum ein historischer Höchstwert. 2014 erreichte das Medium Fernsehen täglich 4,6 Mio. Österreicherinnen und Österreicher, das entspricht einer Tagesreichweite von 63,3 %, auch das ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr (2013: 61,9 %).


TV-Sehdauer lag bei einem Höchstwert von 172 Minuten pro Tag


Im vergangenen Jahr sahen die Österreicherinnen und Österreicher (ab 12 Jahren) pro Tag im Schnitt 172 Minuten fern, die höchste bisher gemessene TV-Nutzungszeit. Betrachtet man die TV-Nutzung im Langzeitvergleich, wurde 2014 um fast 25 Minuten pro Tag länger ferngesehen als im Jahr 2000 bzw. um 45 Minuten länger als 1991 – dem Beginn der elektronischen Zuschauermessung.

Wie hoch der Stellenwert des Fernsehens im Alltag der Menschen ist, zeigt sich auch daran, dass in den letzten Jahren massiv in neue TV-Ausstattung investiert wurde. So stieg etwa der Anteil der österreichischen TV-Haushalte mit Flatscreen-Fernsehgeräten* in nur vier Jahren von 54 % (Ende 2010) auf 88 % (Ende 2014) an. TV-Geräte mit Full HD-Standard* nahmen im selben Zeitraum von 24 % auf 48 % zu. Dabei wirkt nicht nur die hohe Bildqualität durch Flatscreens und HD-TV als Treiber für den Fernsehkonsum, sondern auch der Umstand, dass die ausgetauschten Geräte häufig als Zweit- oder Drittfernseher in Nebenzimmern weiterverwendet werden.


Höchststand bei Verweildauer: TV-aktives Publikum sah im Schnitt 268 Minuten pro Tag fern

So wie die durchschnittliche TV-Nutzungszeit (die alle in TV-Haushalten lebenden Personen heranzieht, auch jene, die im fraglichen Zeitraum nicht ferngesehen haben) nahm auch die Verweildauer (die auf Basis der tatsächlich fernsehenden Personen berechnet wird) leicht zu: So verbrachte die TV-aktive Bevölkerung 2014 durchschnittlich 268 Minuten pro Tag vor den Bildschirmen, damit konnte der bisherige Höchststand von 2013 (267 Minuten pro Tag) noch einmal leicht übertroffen werden. Seit dem Jahr 2000 stieg die Verweildauer massiv an und zwar um 48 Minuten pro Tag, das entspricht einem Zuwachs von 22 %.


TV-Tagesreichweite: Täglich 4,6 Mio. Seher/innen


Im Jahr 2014 sahen pro Tag 4,6 Mio. Österreicher/innen zumindest kurz fern (mindestens eine Minute durchgehend), das entspricht 63,3 % der gesamten TV-Bevölkerung ab 12 Jahren (7,2 Mio.).


Fernsehnutzung im Tagesverlauf: höchste Sehbeteiligung gegen 21 Uhr

Betrachtet man den Verlauf der Fernsehnutzung an einem durchschnittlichen Tag, zeigt sich ein über die Jahre hinweg sehr stabiles Bild: So steigt die Sehbeteiligung ab den Morgenstunden eher flach, ab den frühen Abendstunden dann relativ steil an und erreicht im Hauptabend ihren Höhepunkt. Der Nutzungsgipfel wird dabei um 21 Uhr gemessen – 2014 sahen zwischen 20:55 und 21 Uhr mehr als 2,8 Mio. Österreicherinnen und Österreicher fern, das entspricht 38,2 % der TV-Bevölkerung ab 12 Jahren.


TV-Nutzung im Wochenverlauf: Sonntag stärkster Fernsehtag

Aufgeschlüsselt nach Wochentagen ist der Sonntag der insgesamt stärkste Fernsehtag: So sahen Erwachsene im Jahr 2014 mit durchschnittlich 204 Minuten an Sonntagen um etwa 40 Minuten länger fern als an Werktagen bzw. um ca. 25 Minuten länger als an Samstagen. Auch die TV-Tagesreichweite fällt an Sonntagen am höchsten aus (im Jahr 2014 mit 66,8 % bzw. 4,8 Mio. Seherinnen und Seher). An Montagen wird üblicherweise der zweithöchste Wert gemessen (2014: 64,2 %), danach nimmt die Tagesreichweite im Laufe der Woche ab und erreicht am Freitag und Samstag das niedrigste Niveau (61,2 % bzw. 61,8 %). Trotz der niedrigen Tagesreichweite wird an Samstagen mit 180 Minuten die zweithöchste Nutzungszeit im Wochenverlauf gemessen. Grund dafür: Am Samstag verweilen die tatsächlich fernsehenden Menschen deutlich länger vor den Bildschirmen als an Werktagen.


Saisonale Entwicklung der TV-Nutzung: höchste Reichweite und Nutzungszeit in der kalten Jahreszeit


Die Fernseh-Nutzung variiert auch im saisonalen Verlauf. Während die TV-Tagesreichweite im Sommer üblicherweise am geringsten ist, fallen die Werte in der kalten Jahreszeit am höchsten aus. So wurde 2014 von Jänner bis April bzw. von September bis Dezember mit Tagesreichweiten zwischen 63 % und 67 % die höchste Sehbeteiligung verzeichnet. Die niedrigsten Tagesreichweiten wurden dagegen im Juli und August gemessen – hier sahen pro Tag im Schnitt je rund 60 % der TV-Bevölkerung fern.

Analog dazu gibt es auch bei der durchschnittlichen Sehdauer erhebliche saisonale Schwankungen. Während die Österreicherinnen und Österreicher im Juni und Juli 2014 mit je 157 Minuten pro Tag am wenigsten Zeit vor den Bildschirmen verbrachten, wurde der höchste TV-Konsum im Februar mit 194 Minuten pro Tag erzielt.

*Quelle: TELETEST-Monitoring/IFES

[back] | [top] 

TV-Quoten aktuell | Fernsehnutzung in Österreich | Die meistgesehenen Sendungen |
TV-Marktanteile
| Technischer Empfang / Haushaltsausstattung | Der TELETEST | Die Sinus-Milieus im TELETEST